Schauspiel

Weinend feiern

Ein Osteuropäischer Liederabend mit ungarischen und ukrainischen Volksliedern und Erinnerungen an Großmütter, Gebäck und Geschichte(n)

"Der Ungar feiert weinend." /Ungarischer Sprichwort/

"Musik fängt dort an wo die Worte enden." /Goethe/

Volkslieder sind verdichtete Seelenzustandsbeschreibungen. Sie kennen Schmerz, Heimweh, Verlust, Sehnsucht – und das leise, aber unerschütterliche Glück des (Über)Lebens.

Schauspielerin Adrienn Bazsó (Ungarn) und Musikerin Emilia Lomakova (Ukraine) wagen den Tiefflug in die osteuropäische Seele. Sie öffnen die Türen zu den Küchen ihrer Kindheit: dorthin, wo Großmütter in Ungarn das Gulasch würzten, in der Ukraine der Yabluchnyk duftete und die Melodien über den Dunst von Schmorpfannen und Teetassen hinweggetragen wurden. So wurden die Lieder gelernt – nicht aus Noten, sondern aus dem Leben.

Bazsó und Lomakova erzählen die Geschichten der Lieder und zugleich ihre eigenen. Sie lassen vergessene Bräuche aufglimmen, entstauben Rituale und erinnern an eine Vergangenheit, die in ihnen weiterklingt. Gitarrensaiten, Stimmen und Erinnerungen verweben sich zu einer Reise zwischen Budapest, Odessa und dem Hier und Jetzt.

Premiere: 29. Juli 2022, Kultur:Haus Dacheröden Erfurt

Weitere Termine: am 15. Oktober 2022 beim Erzählfestival Berlin sowie auf zahlreichen

Wohnzimmerkonzerten in Berlin.

Dauer: ca.60 Minuten